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Klarer Auftaktsieg der DVV-Frauen in der EM-Zwischenrunde
(Nachricht vom 29.09.2009, 21:25 Uhr )Mit einem – am Ende – klaren 3:0-Sieg (28-26, 25-12, 25-15) gegen die Tschechische Republik sind die deutschen Frauen in die EM-Zwischenrunde gestartet. Nur der erste Satz in dieser Partie war stark umgekämpft, danach war das DVV-Team – vor allem im Aufschlag und im Block – überlegen. Nach diesem Erfolg kommt es somit für die deutsche Auswahl morgen (17:30 Uhr) zum ‚wegweisenden’ Duell gegen Serbien. Der Sieger dieser Partie ist ist auf dem besten Weg in die EM-Finalrunde. Startformation Deutschland: Kathleen Weiss, Maren Brinker, Christiane Fürst, Corina Ssuschke, Margareta Kozuch, Heike Beier und Libera Kerstin Tzscherlich Startformation Tschechische Republik: Vendula Adlerova, Tereza Matuszkova, Anna Kallistova, Michaela Jelinkova, Helena Havelkova, Ivana Plchotova und Libera Marketa Tomanova Die Anfangsphase der Partie ist ausgeglichen. Die Führung wechselt ständig, aber kein Team kann sich mehr als einen Punkt Vorsprung herausspielen. Erst nach der ersten Technischen Auszeit (TA) schafft es das deutsche Team über starke Aufschläge von Weiß und einem anschließend gut positionierten Block den Vorsprung auf 3 Punkte auszubauen. Den Tschechinnen gelingt aber kurze Zeit später der Ausgleich und zur zweiten TA führt das DVV-Team ‚nur’ mit einem Punkt. Nach der Pause gelingt dem deutschen Team, vor allem über erfolgreiche Kozuch-Angriffe, der Ausbau der Führung wieder auf 3 Punkte. Tana Krempasak, Tschechiens Trainerin, nimmt daraufhin eine Auszeit. Die Tschechinnen kommen erneut zurück und verkürzen auf einen Punkt. Nun nimmt Bundestrainer Giovanni Guidetti ein Timeout. Die Anweisungen des deutschen Trainers wirken aber nur für kurze Zeit. Erst baut das DVV-Team seinen Vorsprung wieder auf 3 Punkte aus, wenig später können die Tschechinnen erneut ausgleichen. Es folgt die zweite Auszeit auf deutscher Seite. Die deutschen Frauen erspielen sich in der Folge 3 Satzbälle, die aber von den Tschechinnen abgewehrt werden können. Erst als Fürst – im ersten Durchgang mit 10 Punkten überragend – den vierten Satzball herausspielt und der nächste tschechische Angriff vom deutschen Block abgewehrt werden kann, geht der erste Satz an das deutsche Team – knapp mit 28-26. Der zweite Satz beginnt völlig anders als der erste Durchgang. Das deutsche Team ist den Tschechinnen in allen Bereich überlegen und führt so zu ersten TA bereits mit 6 Punkten. Auch nach der Pause bekommt das tschechische Team keinen Ball übers Netz und so wechselt Tana Krempasak das Team auf vier Positionen. Auch wenn im DVV-Spiel in der Folge ein paar leichte Fehler auftauchen, so bleibt der deutsche Vorsprung – mit 9 Punkten - bis zur zweiten TA komfortabel. Das deutsche Team lässt in diesem Durchgang nichts mehr anbrennen. Souverän und dominant holen sich die DVV-Frauen diesen Satz mit 25-12, weil ‚Team Deutschland’ 80% der Aufschläge in diesem Satz sehr gut annimmt und zudem mit einer Angriffsquote von 56% fast doppelt so effektiv ist wie die Tschechinnen mit nur 29%. Das deutsche Team startet in den dritten Durchgang erneut stark. 4-1 führen die Spielerinnen von Giovanni Guidetti als auf tschechischer Seite eine Timeout erfolgt. Die Spielunterbrechung nützt dem tschechischen Team aber nichts. Allein Beier – mit 3 Assen – sorgt dafür, dass die DVV-Frauen den Tschechinnen bis zur ersten TA nur einen Punkt ‚gönnen’. Auch nach der Pause wird es für das tschechische Team nicht besser. Die DVV-Auswahl hat Partie voll im Griff und kann die Führung bis zur zweiten TA sogar noch auf 10 Punkte ausbauen. Vor allem die tschechische Annahme kommt mit den deutschen Aufschlägen nicht mehr zurecht und das DVV-Team kommt direkt oder im Anschluss zu vielen ‚leichten’ Punkten. Überlegen bringen die deutschen Frauen ihre erste Partie in der EM-Zwischenrunde zu Ende. Die am Anfang enge, am Ende aber eindeutige Partie wird von der punkbesten deutschen Spielerin beendet. Christiane Fürst – insgesamt mit 19 Punkten - ist wieder am Netz zur Stelle und beendet diesen Durchgang, und damit das Match, mit 25-15. Fazit Im ersten Durchgang hatte das DVV-Team mit den Tschechinnen so seine Probleme. Selbst eine 3-Punkte-Führung kurz vor Ende des Satzes reichte – zunächst – nicht aus den Satz für sich zu entscheiden. Aber geduldig und mit gutem kämpferischem Einsatz konnten die deutschen Frauen sich den ersten Durchgang sichern. Dies war der erste Schritt zum Sieg, denn die Tschechinnen agierten in der Folge nicht mehr konstant. Als die deutsche Auswahl dann auch noch stabil und mit viel Druck servierte, gut Block positioniert war und kaum noch Eigenfehler produzierte, waren die Tschechinnen chancenlos. Der daraus resultierende ‚schnelle’ 3:0-Sieg verbesserte nicht nur die weitere Ausgangslage für das DVV-Team, sondern war auch im Hinblick auf das morgige Spiel gegen Serbien wichtig. Denn in der ‚wegweisenden’ Partie gegen das serbische Team werden die deutschen Spielerinnen wohl wieder an ihre (körperlichen) Grenzen gehen müssen. „Spielfilm“ 1. Satz: 4-3 (Brinker ohne Probleme gegen den Einerblock), 8-7 (Adlerova schlägt einen Hinterfeldangriff ins Aus), 11-8 (ein Matuszkova-Angriff landet einen halben Meter im Aus), 13-11 (Kozuch am Block vorbei ins Feld), 14-14 (Ass von Havelkova), 16-15 (Beier auf die Linie), 19-18 (Adlerova mit einem Service-Winner), 22-19 (Brinker mit einem Block auf die Linie), 24-24 (Der deutsche Block im Pech, der Ball bleibt im Netz hängen), 27-26 (Fürst holt den vierten Satzball), 28-26 (Vom deutschen Block fliegt der Ball in tschechische Feld – ‚Team Deutschland’ holt sich – mit Mühe – den ersten Durchgang) 2. Satz: 4-1 (Kozuch durch den Block), 8-2 (Kozuch schlägt den Block an), 12-6 (Kozuch setzt hintereinander zwei Hinterfeldangriffe ins Aus), 16-7 (Weiß passt am Netz auf), 20-9 (Fürst wehrt den Angriff durch die Mitte ab), 23-12 (Ass von Kozuch), 25-12 (Adlerova schlägt den Ball ins Aus) 3. Satz: 4-1 (Beier mit dem Ass), 8-1 (Erneut 2 Asse von Beier), 12-2 (Brinker drischt den Ball diagonal ins Feld), 16-6 (Fürst mit einem Aufsteiger), 20-11 (Block von Fürst), 25-15 (Fürst beendet diese – ab dem zweiten Satz – einseitige Partie) Stimmen zum Spiel Bundestrainer Giovanni Guidetti: „Ich bin sehr froh, dass wir zum ersten mal in diesem Turnier 3:0 gewinnen konnten. Im ersten Satz war es nicht einfach für uns, weil die Tschechinnen sehr gut gespielt haben. Aber wir haben nicht die Geduld verloren und uns somit den Durchgang gesichert, was sehr wichtig für den weiteren Spielverlauf war. Im zweiten und dritten Satz waren wir dann im Aufschlag und Block deutlich stärker, das hat den Unterschied ausgemacht. Mein Team hat heute insgesamt gut gespielt, aber ich möchte noch Kathleen Weiß herausheben, die immer die richtige Lösung gefunden und somit unser Spiel sehr gut gelenkt hat.“ Tana Krempasak, Head-Coach Tschechische Republik: “Im ersten Satz haben wir gut gespielt, danach aber viel zu viele Fehler gemacht. Wir wollten eigentlich heute unser bestes Volleyball spielen, aber das ist uns leider nicht gelungen. Ich hoffe sehr, dass wir morgen besser spielen werden.“ Jana Senkova, Team-Kapitän Tschechische Republik: „Der erste Satz war von unsere Seite aus gut gespielt, aber danach haben wir kaum noch Möglichkeit gefunden den deutschen Block zu überwinden oder die starken Aufschläge des deutschen Teams gut anzunehmen. Mit diesen Voraussetzungen hat man gegen Deutschland dann keine Chance.“ Christiane Fürst, Team-Kapitän Deutschland: „Am Anfang war diese Partie nicht leicht für uns. Tschechien hat gut gespielt, aber wir haben geduldig weiter unser Spiel durchgezogen. Nach dem Gewinn des ersten Satzes war deutlich mehr Konstanz und Sicherheit in unserem Spiel, das hat unsere Qualität deutlich erhöht.“ Sarah Petrausch: „Im ersten Satz war unser Spiel noch nicht so sicher, aber danach haben wir auf einem guten Level agiert. Vor allem mit und über unseren Aufschlag haben wir uns heute viele Punkte erarbeitet. Wir können uns natürlich über diesen Sieg freuen, aber jetzt richtet sich unser Blick auch schon ganz auf das Spiel morgen gegen Serbien.“ Kathy Radzuweit: „Am Ende des ersten Satzes dachte ich: ‚Fängt das denn jetzt schon wieder an?’ Wie haben in diesem Turnier schon so einige Situationen gehabt, wo wir unnötig Sätze abgegeben haben. Zum Glück war das heute nicht der Fall. Als wir aber den ersten Satz gewonnen hatten und danach auch besser gespielt haben, waren die Tschechinnen etwas demoralisiert. Damit war das Match für uns entschieden. Jetzt haben wir – um den Einzug in die Finalrunde – noch zwei Endspiele vor uns.“ Statistik GER: Aufschlag (2 Fehler und 7 Asse), Block (10 Punkte), Angriffsquote (48 %) CZE: Aufschlag (10 Fehler und 3 Asse), Block (6 Punkte), Angriffsquote (36 %) Der deutsche Kader gegen die Tschechische Republik: Lisa Thomsen (Schweriner SC), Kerstin Tzscherlich (Dresdner SC), Anne Matthes (Forli/ITA), Maren Brinker (USC Münster), Corina Ssuschke (Prostejov/CZE), Margareta Kozuch (Novara/ITA), Heike Beier (Piacenza/ITA), Kathleen Weiß (Perugia/ITA), Christiane Fürst (Bergamo/ITA), Sarah Petrausch, Lena Möllers (Rote Raben Vilsbiburg), Kathy Radzuweit (VT Aurubis Hamburg) (Autor: DVV)
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