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EM-Halbfinale erreicht!
(Nachricht vom 01.10.2009, 20:29 Uhr )Die DVV-Frauen haben es geschafft! Nach einem überragenden 3:0-Sieg (25-17, 25-13, 25-12) gegen Aserbaidschan hat das DVV-Team das EM-Halbfinale erreicht. Ob der Gegner der Finalrunde Italien oder die Niederlande sein wird, entscheidet sich am heutigen Abend per Losentscheid. Startformation Deutschland: Kathleen Weiss, Maren Brinker, Christiane Fürst, Corina Ssuschke, Margareta Kozuch, Heike Beier und Libero Kerstin Tzscherlich Startformation Aserbaidschan: Kseniya Kovalenko, Oksana Parkhomenko, Natalya Mammadova, Oksana Mammadyarova, Lidiya Maksimenko, Polina Rahimov und Libero Valeriya Korotenko Das deutsche Team startet mit seiner ‚bewährten’ ersten Sechs in diese wichtige Partie um den Halbfinaleinzug. Beim aserbaidschanischen Team läuft ab dem ersten Ballwechsel fast jeder Angriff über seine Starspielerin - Natalya Mammadova. Doch das deutsche Team ist hervorragend auf die gegnerische Außenangreiferin eingestellt. So kann der deutsche Block viele Angriffe entschärfen und im Gegenzug kann das DVV-Team selbst punkten. Da es bei seinem Team alles andere als rund läuft, muss Aserbaidschans Coach Faig Garayev noch vor der ersten Technischen Auszeit (TA) ein Timeout nehmen. Die neuen Anweisungen auf Seiten von AZE können die deutsche Überlegenheit aber auch nicht durchbrechen. In der Feldwehr und im Block steht die DVV-Auswahl sehr gut, im Angriff ist das Team von Bundestrainer Giovanni Guidetti deutlich variantenreicher und effektiver. Über 16-10 zur zweiten TA zieht das DVV-Team weiter davon. Auch wenn Aserbaidschan zu Ende des Satzes noch eine kleine Punkteserie starten kann, so holen sich die deutschen Frauen den ersten Durchgang klar mit 25-17. Ein besonders Lob gilt im ersten Durchgang dem deutschen Annahmeriegel, der 80% aller Aufschläge gut an Kathleen Weiß ‚weiterleitet’. Das deutsche Team bleibt weiter konzentriert und in fast allen Elementen besser. Zur ersten TA des zweiten Durchgangs führt die DVV-Auswahl schon wieder mit 4 Punkten. Nach der Pause müssen die deutschen Spielerinnen gar nicht viel tun um den Vorsprung weiter auszubauen. Aserbaidschan macht 3 Fehler in Folge und Garayev nimmt daraufhin eine Auszeit. Wenig später hat sich das AZE-Spiel wieder stabilisiert und die Aserbaidschanerinnen starten eine 6-Punkte-Serie. Guidetti nimmt eine Auszeit und kurz später geht das deutsche Team mit einem 16-11-Vorsprung in die zweite TA. Nachdem sich die DVV-Frauen vor der TA eine kleine Schwächephase leisteten, ziehen sie jetzt das Tempo wieder an und gehen mit 21-12 in Führung. Diesem ‚Spurt’ hat Aserbaidschan nichts mehr entgegen zu setzen. Noch klarer als den ersten Satz gewinnen die deutschen Frauen den zweiten Durchgang - mit 25-13. Alles sieht für das DVV-Team nach ‚EM-Halbfinale’ aus! Man spürt den deutschen Frauen an, dass sie jetzt Chance auf die Finalrunde nun mit aller Macht nutzen wollen. Es wird kein Gang zurück geschalten, sondern weiter voll engagiert und konzentriert starten die DVV-Frauen auch in den dritten Satz und sorgen für einen ‚Blitzstart’. Bei Stand von 5-0 für Deutschland, muss Aserbaidschans Coach eingreifen und nimmt eine Auszeit. Dies nützt aber nichts um den deutschen Lauf zu stoppen. Erst als Weiß einen Aufschlag ins Aus setzt hat Aserbaidschan den ersten Punkt in diesem Satz verbucht – zum 10-1. Das deutsche Team bleibt weiter haushoch überlegen, vor allem im Block sind die deutschen Frauen nicht mehr zu überwinden. So führt die DVV-Auswahl zur zweiten TA auch folgerichtig mit 16-3. Das große Ziel – EM-Halbfinale vor Augen – sind die deutschen Frauen nicht mehr aufzuhalten. In jedem Element überlegen, und mit dem starken Willen jetzt das Match zuzumachen, marschiert das DVV-Team auf die 25-Punkte-Marke zu. Am Ende ist es Kapitän Christiane Fürst – mit insgesamt 20 Punkten die Top-Scorerin in dieser Partie – die das 25-12 erzielt. Das deutsche Team hat damit sein großes Ziel erreicht. Am Samstag spielen die deutschen Frauen in Lodz in der EM-Finalrunde. Fazit Es war wieder mal ein Endspiel für die deutschen Frauen. Denn nur bei einem Sieg, konnte man nach der Partie sicher sein, dass die DVV-Auswahl für das Halbfinale qualifiziert ist. Und die deutschen Frauen demonstrierten in diesem Match wieder eindrucksvoll, wie gut sie mit Druck umgehen können. Aserbaidschan, bei der WM-Qualifikation fast noch siegreich über das deutsche Team, wurde von der DVV-Auswahl in dieser EM-Partie quasi demontiert. Im Block und in der Feldabwehr überragend, gaben die deutschen Frauen Aserbaidschan zu keiner Phase der Partie einen Chance einen Satz, geschweige denn das Spiel zu gewinnen – wieder mal eine starker Beweis des unglaublichen Siegeswillen der deutschen Frauen. Nicht nur mit dieser Leistung, sondern mit der gesamten Vorstellung der DVV-Auswahl bei dieser EM, haben sich die deutschen Frauen den Einzug ins Halbfinale absolut verdient! „Spielfilm“ 1. Satz: 2-2 (einen langen Ballwechsel schließt Fürst erfolgreich ab), 8-3 (Fürst knallt den Ball in den Dreimeterraum), 11-5 (Ssuschke schlägt den Block an – von da springt der Ball an die Antenne), 16-8 (nach mehreren Abwehr- und Blockaktionen holt Kozuch den 16. Punkt für das deutsche Team), 21-10 (Ass von Fürst), 25-17 (Mammadova setzt Diagonalangriff ins Aus) 2. Satz: 3-1 (Brinker drischt den Ball diagonal ins Feld), 8-4 (Brinker schlägt hart den Block an – von da fliegt der Ball ins Aus), 13-4 (Einerblock von Brinker), 16-11 (Brinker mit dem Punkt), 20-12 (Ass von Weiß), 25-13 (vom deutschen Dreierblock springt der Ball ins gegnerischen Feld zum Satzgewinn) 3. Satz: 2-0 (Kozuch hämmert den Ball durch den Block), 8-0 (Brinker holt mit einem harten Angriff den Punkt), 11-2 (Beier mit dem Diagonalangriff), 14-2 (der deutsche Dreierblock packt gegen Mammadova zu), 16-3 (Fürst im Block), 20-5 (Kozuch setzt Angriff auf die Linie), 23-10 (Weiß verwandelt den 2. Ball direkt), 25-12 (Fürst schlägt das deutsche Team ins EM-Halbfinale) Stimmen zum Spiel Bundestrainer Giovanni Guidetti: „Das wir das Halbfinale erreicht haben, ist wie ein Traum für uns. Wir hatten eine sehr schwere Vorrunde und haben auch nach der Niederlage gegen Italien nie an uns gezweifelt. Mein Team hat heute, aber auch im gesamten Turnier, eine unglaubliche Disziplin und einen unglaublichen Siegeswillen gezeigt. Ich bin sehr stolz auf mein Team – wir hatten uns vor der Saison vorgenommen eine ‚neue Geschichte’ zu schreiben und das haben wir in diesem Sommer, besonders bei dieser EM gemacht. Jetzt sind wir im Halbfinale und ich traue meinem Team noch viel zu. Aber unser primäres Ziel wird sein, diese Situation jetzt zu genießen.“ Faig Garayev, Head-Coach Aserbaidschan: „Das war nicht unser Spiel. Wir hatten eigentlich Probleme in allen Bereichen, aber auch weil Deutschland so stark gespielt hat. So kann ich das deutsche Team nur beglückwünschen und viel Erfolg für das Halbfinale wünschen.“ Christiane Fürst, Team-Kapitän Deutschland: „Es war ein fantastisches Spiel von uns. Wir haben konstant eine hohe Qualität gezeigt und das Spiel beherrscht, obwohl Aserbaidschan ein gutes Team ist. Aber wir wollten unbedingt gewinnen und das haben wir in Leistung umgesetzt. Nun stehen wir im Halbfinale was uns unglaublich glücklich macht. Was jetzt noch kommt werden wir sehen.“ Kathleen Weiß: „Man merkt langsam, dass wir in ‚Endspielen’ routiniert werden (lacht). Wir können jetzt einfach mit Druck umgehen und wandeln das jetzt in positive Energie um. Aserbaidschan ist eine gute Mannschaft, aber ab dem zweiten Satz war ich mir sicher, dass wir das Spiel heute für uns entscheiden. Das wir jetzt im Halbfinale stehen ist einfach nur genial! Wir haben für die Finalrunde jetzt keine konkreten Ziele, aber ich bin mir sicher, dass wir sehr gute Leistungen zeigen werden und wenn dann am Ende als Belohnung etwas um unseren Hals hängt, würden wir uns sicherlich riesig freuen!“ Statistik GER: Aufschlag (6 Fehler und 8 Asse), Block (12 Punkte), Angriffsquote (41 %) AZE: Aufschlag (7 Fehler und 0 Asse), Block (4 Punkte), Angriffsquote (24 %) Das deutsche Team gegen Aserbaidschan: Lisa Thomsen (Schweriner SC), Kerstin Tzscherlich (Dresdner SC), Anne Matthes (Forli/ITA), Maren Brinker (USC Münster), Corina Ssuschke (Prostejov/CZE), Margareta Kozuch (Novara/ITA), Heike Beier (Piacenza/ITA), Kathleen Weiß (z.Zt. ohne Verein), Christiane Fürst (Bergamo/ITA), Sarah Petrausch, Lena Möllers (Rote Raben Vilsbiburg), Kathy Radzuweit (VT Aurubis Hamburg) (Autor: DVV)
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